Sonntag, 29. September 2013

Escenas de Bizkaia!


Die Basken lieben den Wettbewerb: Baumstammzerhacken, Steinbrockenweitwurf, Rudern - was es alles gibt. Auch kulinarisch wird sich bei jeder Gelegenheit gemessen: Es gibt Wettbewerbe um die besten Gildas (leckere kleine Pintxos, die aus Anchoa, Oliven und milden grünen Pepperoni bestehen), den wohlschmeckendsten Marmitako (ein baskischer Fischeintopf) oder die elaborierteste Art, den allseits beliebten Bonito, eine Art Thunfisch, besonders gut gelungen auf den Tisch zu bekommen. Nun las ich gestern im hiesigen Lokalblatt "El Correo" von einem Fotowettbewerb, den das Blatt bis Ende Oktober veranstaltet. Jeder solle bitte seine Kamera schnappen und losziehen, um die schönsten "Escenas de Bizkaia" abzulichten. Jeder darf drei Fotos einreichen.
Nun möchte ich Euch bitten, Euch kurz durch diese kleine Galerie mit einigen meiner Fotografien aus diesem Jahr zu klicken und mir eine kurze Mail (via Kontaktformular auf dieser Seite in der rechten Spalte) mit den Nummern der drei Fotos zu schicken, die Euch am besten gefallen. Danke!

Pause von der Sommerpause

Küstentour mit dem Rennrad: Steile Abfahrt und Ausblick
auf die kantabrische Stadt Castro Urdiales (Foto: Börje Müller)
Nach langer Funkstille melde ich mich nun wieder mit einem Lebenszeichen von der nordspanischen Atlantikküste: Der Sommer war traumhaft schön, und Zeit, mich um den Blog zu kümmern, blieb keine: Erst für eine Radreisereportage auf dem Jakobsweg mit dem Rennrad (siehe das schöne Foto von Börje Müller), dann vier Wochen in Deutschland mit vielen schönen Wander-, Rennrad-, und Milchlastertouren. Und am Schluss der Umzug in unser neues Domizil in Getxo.
Jetzt, in der Pause zwischen diesem und dem kommenden Sommer, wird es wieder öfter einen kleinen Bericht über baskische und spanische Themen geben. Versprochen und bis dahin!

Freitag, 14. Juni 2013

Strand-Bar

Strandbars heißen im Baskenland so wie in ganz Spanien Chiringuitos - mehr oder weniger provisorisch zusammengezimmerte Holzhütten, wo es Drinks, Säfte und kaltes Bier gibt. Und ein ganz besonders nett gelegenes Chiringuito befindet sich etwas oberhalb des Playa Meñakoz auf einer natürlichen Terrasse der Steilküste von Barrika. Unten rauscht der Atlantik, oben klackern die Eiswürfel im Glas . . . Der Sommer kommt ja doch!
  Wir waren übrigens mit dem Bike unterwegs (wie man ja am Radfahrer rechts im Bild, Holger von der Surfschule wellentime, unschwer erkennen kann) und haben ein paar schöne Fotos für eine Bike-Reportage geschossen. Zur Bildergalerie.

Freitag, 24. Mai 2013

Sauber baden!

Baden im Atlantik nahe der einstigen Industriedreckschleuder Bilbao ist bedenklich!
 Weit gefehlt - die Wasserqualität an den hiesigen Stränden ist exzellent. Nachzulesen auf dieser Karte der Europäischen Umweltagentur.

Samstag, 18. Mai 2013

Hin und weg VI: La Rioja Alavesa

Ein kleines Eck der spanischen Weinregion Rioja gehört zum Baskenland: Die Rioja Alavesa (baskisch: Arabar Errioxa) ist ein kleiner Zipfel im Norden der Region, der zwischen dem Rio Ebro und zwei beeindruckenden Gebirgskämmen liegt. Von Bilbao sind es weniger als 120 Kilometer dorthin, ein Kurztrip, der sich nicht nur im Herbst lohnt, wenn die Rebhänge in voller Farbenpracht stehen.



Mittwoch, 10. April 2013

Hin und weg IV: Seitenwechsel. Vom Atlantik ans Mittelmeer


Gleich geht' wieder runter: Passhöhe . . .
Auf der Suche nach ein bisschen Sonne machten wir uns auf den Weg von Bilbao ans Mittelmeer. Hier ein paar Fotos von unserem Roadtrip vorige Woche mit geliehenem Wohnmobil ans andere Ende der iberischen Halbinsel. Die Route führte uns durch das Pais Vasco, Navarra, Aragon und die Comunidad de Valencia. Zum Sonne tanken (was auch bis Freitag klappte - da goss es dann auch in Valencia ohne Pause).



Donnerstag, 21. März 2013

Frühjahr und Krise

  Frühlingsbeginn im Baskenland: Die Temperatur kletterte heute auf über 20 Grad und Gastronomen wie hier in Getxo bei Bilbao bieten Menus gegen die Krise an, für 7,50 Euro.
  Dieses Jahr werde "das härteste Jahr der Krise", sagte der baskische Regierungschef Iñigo Urkullo Anfang dieser Woche. Dabei stehen die Basken im spanischen Vergleich noch gut da: Die baskische Regierung stellte am Montag ein mit knapp 300 Millionen Euro dotiertes Programm vor, mit dem die Regierung des Baskenlands in diesem Jahr rund 40.000 Arbeitsplätze erhalten und rund 12.000 neuen schaffen will.
  Die Arbeitslosenquote in der Autonomen Gemeinschaft Baskenland (mit den Provinzen Bizkaia, Guipuzkoa , Araba) liegt aktuell bei 16 Prozent, in ganz Spanien dagegen bei 26 Prozent.

Sonntag, 10. März 2013

Hin und weg V: Der Zauberwald von Oma

Hunderte bemalte Bäume? Der Alptraum ordnungsliebender Förster ist Realität - in einem kleinen Bergdorf im Baskenland.
  40 Kilometer von Bilbao entfernt, mitten in den schroffen baskischen  Bergen, liegt das kleine Dörfchen Oma. Dort schuf im Jahr 1984 der Künstler Agustín Ibarrola den Zauberwald von Oma, den Bosque pintado de Oma.



Hin und weg IV: Die beste Linkskurve der Welt

  Winden, krümmen, buckeln, schlängeln. Rauf, runter. Berge, Meer. Wenn sich Radfahrerglück auf einer Skala von eins bis zehn darstellen ließe, so würde meine gestrige Runde mit dem Rennrad volle zehn Punkte bekommen.
  Eine große Ausfallstraße führt auf der einen Seite aus Bilbao nach Berango, unseren Wohnort, hinein. Und ein kleines Bergsträßchen auf der anderen Seite wieder hinaus - steil, kurvenreich und einsam.

Freitag, 1. März 2013

Sonnenaufgang in Berango

Bei uns hinterm Haus gab es vorgestern einen schönen morgendlichen Schaukampf zu beobachten: Sonne gegen Hochnebel. Zwei Stunden später hatten sich die Wolken dann tatsächlich verzogen und einen blauen Himmel hinterlassen. Was auch dringend nötig war.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Hin und weg III: Plástico del mar


Gut 60 Meter hoch sind die Klippen von Barrika, einem kleinen Ort zwischen Sopelana und Plentzia. Eine schmale, gewundene und an vielen Stellen eingebrochene Treppe führt zum schmalen Felsenstrand. Viele verwitterte Steine, dazwischen Sand und bizarr aufgefaltete Gesteinsschichten - seit Jahrtausenden schiebt sich das baskische Küstenbirge ins Meer und der Atlantik hat es mit Beharrlichkeit und Kraft zernagt und zerfressen und überall an der ganzen Küste solche einsamen, schwer zugänglichen Buchten geformt.

Freitag, 1. Februar 2013

Nordspanische Wetterküche

Einsame Gebirgsstraße: Die Grenze zwischen Kantabrien und dem Baskenland
verläuft an dieser Stelle genau auf der Passhöhe des Puerto de las Muñecas. 
Der Januar war eine echte Probe - Dauerregen inklusive Sturm und Hochwasser, fast drei Wochen am Stück bis zum Beginn dieser Woche. Unser Nachbar sagte, dass es dieses Jahr ungewöhnlich viel regne. Naja, das sagen hier alle immer zu jeder Wetterlage und der Regen scheint so eine Art kollektives baskisches Trauma zu sein.

Samstag, 12. Januar 2013

Durch den Magen V: Calamar en su tinta

Ein 750 Gramm schweres Prachtexemplar eines Calamars.
  Mein Spanischkurs entwickelt sich interessant, man kann es etwa auf die Formel bringen: Weniger Grammatik, mehr Kochrezepte. Praktisch jede Stunde reden wir inzwischen übers Essen. Unsere Lehrerin Arantza erklärte uns kürzlich, wie sie Calamar zubereitet - "en su tinta", was hierzulande eine weit verbreitete und gern gegessene Spezialität ist.
  "Es ist wirklich einfach: Man putzt den Calamar, schneidet zwei Zwiebeln und dünstet sie", sagte Arantza. "Zu den Zwiebeln gibst Du Weißwein, Tomaten und dann legst Du den Calamar in den Topf."
  "Irgendwann, ich koche nie mit der Uhr, ist er fertig. Dann den Calamar in Scheiben schneiden. Die Salsa pürieren und die Tinte dazu. Und fertig."
  Weil das leicht klang, beschloss ich, mich heute selbst an einem Calamar ein su tinta zu versuchen. In der Foto-Lovestory könnt ihr nachlesen, wie das war. Um es vorwegzunehmen: Ein einfaches Rezept mit einem spektakulären Ergebnis!

Freitag, 4. Januar 2013

Böller unterm Ladentisch

Um es kurz zu machen: Knaller sind ein seltenes Gut im Baskenland, jedenfalls vor Silvester. Für die paar armseligen fuegos artificiales auf dem Foto musste ich am Morgen vor Silvester 30 Euro berappen. 30 Euro! Zwar hat es schon Tage vor Neujahr an jeder Ecke geknallt, gewaltige Donnerschläge gingen in die Luft. Und auch im Verlauf einer jeden Fiesta (die hier zuweilen eine Woche dauern) werden gewaltige Feuerwerke abgebrannt. Doch kaufen kann man Feuerwerkskörper hier dagegen nicht. Jedenfalls nicht legal.

Dienstag, 1. Januar 2013

Tieeeeeeeeeefgagagagarage!

Bilbao: Das Abenteuer schon vor der Haustür. Zum Beispiel unsere Tiefgarageneinfahrt. Toll, um rückwärts runter zu fahren! Die Kinder lieben das.

Montag, 24. Dezember 2012

Feliz Navidad!

Frohe Weihnachten wünschen wir Euch!


Man muss schon auf hohe Berge steigen, um in Bilbao weißes 
Weihnachten zu feiern . . .









Mittwoch, 19. Dezember 2012

Durch den Magen IV: Fisch wie Chips

  Überbordende Fischtheken, niedrige Preise. Seit wir hier wohnen, essen wir locker dreimal so viel Meeresgetier als in Deutschland.

  Gestern gab es mal wieder "Sonderangebote" im Supermarkt um die Ecke, so wie praktisch jeden Tag. Langostinos für 7,90 Euro das Kilo. Krebse für schlappe drei Euro.

  Angesichts solcher Preise kann man Fisch zwischendurch fast so knabbern wie weiland in Alemania Chips . . .

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Durch den Magen III: Glasaal

Glasaal oder Angula wird traditionell mit angebratenen 
Knoblauchscheiben und roter Paprika zubereitet.   
  Kürzlich in San Sebastian sah ich an einer Speisekarte in einem Restaurant einen kleinen, handgeschriebenen Zettel pappen: "Angula: 120,- Euro". Für eine Portion!

  Nein, das sind keine Mondpreise. Angula, so wird das Jugendstadium der Aale (Anguillidae) genannt, auf deutsch: Glasaal, sind einfach teuer. Im Baskenland gelten die kleinen, durchscheinenden Tierchen als echte Spezialität. Sobald die Jungtiere vom Meer in die Unterläufe der Flüsse zu den Lebensräumen der erwachsenen Aale ziehen, weckt das Begehrlichkeiten.

Montag, 10. Dezember 2012

Durch den Magen II: Jamón, jamón!

Schinkenregal im Supermarkt "Eroski"
  Seit Wochen schon schleiche ich in den Supermärkten um die üppig bestückten Schinkenregale. Jamón wohin das Auge blickt. Jamón hängt an der Wand, Jamón baumelt von der Decke, Jamón, gestapelt auf Jamón und Jamón, eingespannt in Jamóneras. Das wiederum sind Gestelle aus Metall und Holz, in die der Schweineschinken mit dem Fuß nach oben eingespannt wird, um ihn so besser schneiden zu können.